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Der Gambia-Fluss oberhalb von Janjanbureh

Fluss & Hinterland

Flusspferde, Schimpansen und Steinkreise

Das Land ist der Fluss. Gambia existiert als Landstreifen von rund 50 km Breite und 480 km Länge, weil die Briten den schiffbaren Abschnitt des Gambia-Flusses beanspruchten und die Franzosen alles ringsum nahmen — deshalb bist du, wenn du nach Osten fährst, den ganzen Tag in Sichtweite von braunem Wasser und den ganzen Tag im selben Land.

Das Hinterland — die Central und Upper River Regions — ist ein anderes Gambia als die Küste. Baobab-Savanne, Erdnussfelder, Fährübergänge, Lehmziegeldörfer und fast keine Touristen. Hier ist auch die Tierwelt: Flusspferde in den tiefen Flussschleifen und die wilden Schimpansen des Chimpanzee Rehabilitation Project auf den Baboon Islands im River-Gambia-Nationalpark.

Der naheliegende Stützpunkt ist Janjanbureh (weiterhin oft Georgetown genannt), eine kleine Inselstadt mit zerfallenden Kolonialkontoren, 300 km östlich von Banjul. In der Nähe gehören die Steinkreise von Wassu — 1.200 Jahre alte Lateritmegalithen — zum UNESCO-Welterbe „Steinkreise von Senegambia“.

Top-Aktivitäten: Fluss & Hinterland

Nach Flusspferden und Schimpansen suchen

Bootstouren ab Kuntaur fahren zu den Baboon Islands hinauf. Anlanden ist zum Schutz der Schimpansen verboten, beobachtet wird also vom Wasser aus — genau so findet man auch die Flusspferde.

Steinkreise von Wassu

Über 1.000 Lateritpfeiler in elf Kreisen, zwischen etwa dem 3. und 16. Jahrhundert über Grabstätten errichtet. UNESCO-gelistet, mit kleinem Museum vor Ort.

Janjanbureh (Georgetown)

Eine Inselstadt mit zerfallenden Lagerhäusern, einer Sklavenhandelsstätte und einem Denkmal des Freigelassenenhofs — dazu einige der herzlichsten Guides des Landes.

Bao Bolong Wetland Reserve

Ein Ramsar-gelistetes Mangroven- und Wattgebiet am Nordufer — erstklassiges Terrain für Watvögel, Greifvögel und gelegentlich Manatis.

Die Trans-Gambia-Querung

Die 2019 eröffnete Senegambia-Brücke bei Farafenni ersetzte eine Fähre, die den Verkehr tagelang aufhielt. Die Überquerung ist unromantisch, aber ein wirklich bedeutendes Stück westafrikanischer Infrastruktur.

So kommst du nach Fluss & Hinterland

  • Janjanbureh liegt rund 300 km von Banjul entfernt: fünf bis sieben Stunden auf der Südufer-Fernstraße.
  • Fast alle kommen mit einer zwei- oder dreitägigen Hinterland-Safari, bei der Transport, Unterkunft und Bootstouren organisiert sind.
  • Auf eigene Faust bedeutet es eine lange Buschtaxifahrt und eine Fähre zur Insel — machbar, aber ein ganzer Tag pro Richtung.
  • Einige Vogelbeobachtungsveranstalter bieten Übernachtungstouren an, die dieselben Lebensräume früher erreichen.

Insider-Tipps

  • Versuch das nicht als Tagestour. Zwei Nächte sind das realistische Minimum.
  • Die Unterkünfte im Hinterland sind einfach: Ventilator statt Klimaanlage, unregelmäßiger Strom, kalte Duschen. Das gehört dazu.
  • Nimm Bargeld mit. Geldautomaten außerhalb der Küstenregion sind unzuverlässig und oft außer Betrieb.
  • Die besten Sichtungen von Flusspferden und Schimpansen gelingen früh morgens und am späten Nachmittag vom Boot aus.
  • Das Malariarisiko ist im Landesinneren und in der Regenzeit höher. Nimm die Prophylaxe ernst und schlaf unter einem Netz.

Beste Touren für Fluss & Hinterland

Diese top bewerteten Erlebnisse sind der einfachste Weg, Fluss & Hinterland zu sehen:

Häufige Fragen zu Fluss & Hinterland

Kann man in Gambia Schimpansen sehen?

Ja — eine wieder angesiedelte wilde Population lebt auf den Baboon Islands im River-Gambia-Nationalpark, betreut vom Chimpanzee Rehabilitation Project. Anlanden ist nicht erlaubt, beobachtet wird vom Boot aus, und die Chancen sind gut, aber nicht garantiert.

Gibt es Flusspferde im Gambia-Fluss?

Ja, in den tieferen Süßwasserabschnitten oberhalb von Kuntaur. Bootstouren ab Janjanbureh und Kuntaur finden sie regelmäßig.

Was sind die Steinkreise von Wassu?

Elf Kreise aus Lateritmegalithen, die alte Grabstätten markieren und Teil der 2006 von der UNESCO eingetragenen „Steinkreise von Senegambia“ sind. Der Ort ist bescheiden in der Größe und bemerkenswert im Alter.

Wie viele Tage braucht man im Hinterland?

Drei Tage und zwei Nächte sind die Standardtour und ungefähr das Minimum, das die Fahrt rechtfertigt. Ornithologen und Fotografen nehmen sich oft vier.

Sehenswertes

Der Arch 22 und die Zufahrt nach Banjul, Hauptstadt Gambias Kultur & Geschichte

Banjul

Afrikas kleinste Hauptstadt

Ein flacher Kolonialhafen auf einer Insel an der Mündung des Gambia-Flusses, rund 30.000 Einwohner, ein gewaltiger Triumphbogen und der belebteste Markt des Landes. Ein halber Tag reicht — aber diesen halben Tag solltest du dir nehmen.

Die Insel Kunta Kinteh mit ihren Baobabs im Gambia-Fluss Kultur & Geschichte

Insel Kunta Kinteh

UNESCO-Welterbe und die Roots-Route

Das erodierende Fort auf dieser winzigen Flussinsel — lange als James Island bekannt — war drei Jahrhunderte lang ein Angelpunkt des atlantischen Sklavenhandels. Zusammen mit Juffureh und Albreda am Nordufer bildet es die bedeutendste historische Stätte Gambias.

Weiter, leerer Strand an der Atlantikküste Gambias Atlantikküste

Die Atlantikküste

Achtzig Kilometer Sand nach Westen

Von Cape Point bis Kartong zeigt Gambias gesamte Küste nach Westen — die Sonne geht also jeden Abend im Meer unter. Kololi und Kotu sind die belebten Hotelabschnitte; Sanyang, Gunjur und Kartong sind noch Fischerstrände mit Strandbars.

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